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MEIN TRAUM ODER DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN

ein Film von Roland Reber
Deutschland 2008, Dramödie, 100 min, FSK 16

  • „Reber-Filme sind psychoanalytische und gesellschaftskritische Kunstreißer, poetisch und prätentiös, verspielt und ironisch.“ (Süddeutsche Zeitung, Hans Schifferle)
  • „…man möchte „wtp“ beinahe mit jenem gallischen Dorf vergleichen, in dem der kleine Schlaue und der große Dicke regelmäßig die römischen Invasoren vermöbeln.“ (Filmstarts.de, Christoph Petersen)
  • „Als unbequemer, innovativer Konzeptfilm ragt MEIN TRAUM aus dem wohlfeilen Unterhaltungsbrei des konfektionierten Kinos erfreulich heraus.“ (filmdienst, Stefan Volk)

seit 06.03.2009 auf DVD erhältlich
Deutschlandpremiere: Hofer Filmtage 2009
Kinostart: 13.03.2008

Mit Wolfgang Seidenberg, Mira Gittner, Marina Anna Eich, Antonio Exacoustos, Wolfram Kunkel, Barbara Schmidt, Sabrina Brencher, Andreas Heinzel
Kamera: Jürgen Kendzior, Bene Zirnbauer, Mira Gittner. Schnitt: Mira Gittner.
Licht: Martin Lippert, Christoph Baumann. Musik: Wolfram Kunkel
Herstellungsleitung: Marina Anna Eich
Produzenten: Patricia Koch, Marina Anna Eich, Roland Reber
Buch und Regie: Roland Reber
Produktion, Verleih & Vertrieb: wtp international GmbH

MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN ist ein bildgewaltiger Ausflug in die Abgründe der Seele, ist eine revuehafte Auseinandersetzung mit den Kräften des Be- und Unbewussten und der Einsamkeit seiner im Leben verlorenen Protagonisten, in Szene gesetzt als buntes Potpourri unserer Medienlandschaft. Vom Stummfilm bis zur Talkshow, vom Computerspiel bis zum Bildungsfernsehen – mit einem kritischen Augenzwinkern führt Roland Reber den MANN nicht nur durch seine Gedanken, sondern den Zuschauer auch durch unsere massenmediale Unterhaltungskultur.

Der MANN (Wolfgang Seidenberg) flieht vor den ewigen Wiederholungen seines Lebens, den in ihn gesetzten Erwartungen, dem Eingebundensein in Fremd- und Selbst – Zwängen. Auf einem stillgelegten Fabrikgelände trifft er auf  GODOT (Mira Gittner), die im Abfall der Stadt Zeichen in den weggeworfenen Dingen des Lebens sucht. Zusammen mit GODOT begibt sich der MANN auf eine Reise durch die Nacht, den Abfall des Lebens und dem Müll in seinem Kopf.

Ausgebrochen aus seinem routiniert-eintönigem Alltag gibt sich der MANN seinen Gedanken hin, kehrt sein Innerstes nach außen und lässt in dieser Nacht sein Leben Revue passieren, zappt in teils bedrückend realen, teils surrealen Bildern voller Komik durch sein Leben wie durch die Programme unserer Medienlandschaft – die Show des Lebens.

Anmerkung des Regisseurs

„Es wird ja inzwischen fast jedes Thema in den Medien flachgetreten: man heiratet im Fernsehen, man kocht, sucht einen Partner, baut sein Haus um, rettet Tiere – alles wird zur multimedialen Show, alles wird inszeniert. Die aktuelle Mediensituation ist nur ein Spiegel unseres eigenen Lebens, das jeder für sich selbst inszeniert, aber halt nicht nach seinen Bedürfnissen, sondern nach dem, was für den Zuschauer bzw. die „Einschaltquote“ am wirksamsten ist. Ich mache mir erst Gedanken über eine Bedeutung, wenn der Film im Kino läuft und ich mit dem Publikum diskutiere. Wenn ich von vornherein eine vorgefertigte Interpretation hätte, hieße das, dem Film und letztendlich dem Zuschauer die Vision der eigenen Gedanken zu nehmen. Ich sehe meine Art des Kinos als Abenteuer des eigenen Geistes, das zum Denken provoziert.“ (Roland Reber)

MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN ist eine Komposition aus Wort und Musik, untermalt mit echt gefühlter Leidenschaft und menschlicher Qual der Erkenntnis über eines der persönlichsten Dinge – der Suche nach dem Warum; er handelt von dem Dilemma, das entsteht, wenn wir uns nicht mehr beeinflussen lassen wollen.

In seinem neuen Film MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN lässt Filmautor Roland Reber mit einem kritischen Augenzwinkern nicht nur den Protagonisten durch seine Gedanken, sondern den Zuschauer auch durch unsere massenmediale Unterhaltungskultur reisen. Sinnsuche und Medienkritik gehen eine aussergewöhnliche Verbindung ein.

Die Hauptrolle des MANNes spielt Wolfgang Seidenberg, der vielen Fernsehzuschauern als „Frank Töppers“ in der ehemaligen Serie Marienhof bekannt ist.

MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT hatte Anfang März 2008 seine Weltpremiere beim FANTASPORTO International Filmfestival in Porto / Portugal und war ab 13. März 2008 in den deutschen Kinos zu sehen.

BEZUGNAHME ZUR MEDIENLANDSCHAFT

Im heutigen Leben tun wir alles Mögliche, um uns abzulenken. Wir treiben exzessiv Sport, kaufen beim Shopping Dinge ein, die wir nicht brauchen, weil die Werbung uns subtil vermittelt, dass wir das unbedingt haben müssen oder lassen sinnentleerte TV-Formate stellvertretend unser Leben leben, um jegliche unmittelbare Erkenntnis oder intuitive Wahrnehmung unserer inneren Welten abzuleugnen. Wir verstopfen unsere Sinne mit Telenovelas, Talkshows, dem neuen FilmFilm, stören unser Denken und unsere Wahrnehmung durch massenmediale Reizüberflutung, ertränken uns mit künstlichen Gemütszuständen aus der Flimmerkiste und sind stolz auf unsere innere Distanz.

Fast jedes Thema wird in den Medien zur Show: von der Partnersuche über Tierhaltung, Kochsendung und Hochzeit bis zur Jobsuche – alles wird zur multimedial inszenierten Show geplättet. In MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN wird die Show zum Spiegel des Lebens, das durch andere und auch durch einen selbst  inszeniert ist, im Hinblick auf das, was für die „Einschaltquote“ am wirksamsten ist. Das Leben als Inszenierung.

VON DER IDEE ZUM FILM

Das Drehbuch beruht auf Roland Rebers Theaterstück MEIN TRAUM IST NUR EIN KRANKES KIND, das Reber 1985 in Lünen mit großem Erfolg inszenierte. Im März 2007 entstand die Idee, aus dem Stoff einen Film zu machen. Seit Jahren wollten Roland Reber und Wolfgang Seidenberg einen Film zusammen machen, es scheiterte jedoch immer wieder an Zeitproblemen. Für MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN hatte Wolfgang Seidenberg, der den MANN spielt, Zeit – allerdings nur bis Mitte Mai 2007. So wurde die Drehzeit in den April gelegt. Nach nur einem Monat Vorbereitung für Drehbuch, Besetzung/Stab, Drehortsuche, Organisation usw., 24 Drehtagen mit wenig Schlaf und viel Engagement aller Beteiligten, wurde der Film schließlich nach 92 Tagen Postproduktion im September 2007 fertiggestellt.

SPEZIELLE ARBEITSWEISE

Der Film ist ohne Förderung und mit dem Engagement und der Kreativität aller Beteiligten entstanden, mit einem kleinen Team und einer vielfältigen Aufgabenverteilung innerhalb des Ensembles. Darstellung, Bild -und Set-Gestaltung, Organisation etc sind bei der wtp international Filmproduktion nicht getrennt, sondern werden gleichzeitig von den Ensemblemitglieder gestaltet. Diese breit angelegte Aufgabenverteilung lässt so ein Gesamtkunstwerk entstehen, zu dem jeder Beteiligte eine kreative Beziehung hat. So ist Roland Reber nicht nur Regisseur sondern auch Autor und Co-Produzent, Marina Anna Eich hat neben ihrer Rolle der FRAU auch die Organisation der Produktion übernommen und ist zuständig für den Verleih, die Pressearbeit und die Vermarktung des Films. Mira Gittner war neben ihrer Rolle als GODOT für die Bildgestaltung mitverantwortlich und den Schnitt zuständig. Wolfram Kunkel hat neben seiner Rolle des GROSSVATERs auch die Musik gemacht etc..

Roland Reber versteht Filmemachen als kreatives Abenteuer. Jeder hat die Möglichkeit, seine Ideen und Kreativität einzubringen. Diese Vorgehensweise lässt auch viel Raum für spontane Ideen, die während des Drehs oder sogar auch noch während des Schnitts eingebaut werden können. So ist zum Beispiel der Werbeclip mit dem Regisseur erst während der Postproduktion entstanden. Es sollte zwei Werbeclips während der Talkshow geben, während der Drehzeit gab es noch keine zündende Idee dafür und auch zu wenig Zeit. Als Mira Gittner dann eine erste Schnittversion der Talkshow präsentierte, benutzte sie eine kurze Sequenz aus dem Making-of-Material, die Roland Reber mit den zwei Bunnies zeigt, als Platzhalter. Roland Reber war darin das Lichtdouble für den TALKMASTER, der noch in der Maske saß, und während des Einleuchtens lief die Kamera mit. So wurde eine Lichtdouble-Platzhalter-Sequenz zum Werbeclip. Ein anderes Beispiel ist die Szene zwischen der FRAU und dem FREUND unter dem Apfelbaum. Diese Szene stand nicht im Drehbuch. Nachdem die Theaterszenen im Stadttheater Kaufbeuren abgedreht waren, musste leider festgestellt werden, dass ca. 25 Minuten des schönsten Materials zwischen WOLF/FREUND und ROTKÄPPCHEN/FRAU beschädigt waren. Ein Nachdreh im Theater war nicht möglich, also schrieb Roland Reber, nach den ersten Schockmomenten, die Szene unter dem Apfelbaum, um beiden Figuren noch eine Tiefe zu geben und deren Einsamkeit auszudrücken. Im Nachhinein waren alle über den Materialschaden richtig froh, denn sonst würde es diese wichtige Szene nicht geben, die beide Figuren in einem ganz anderen Licht zeigt.

AM DREHORT – Kanalisation versus Studio

MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN wurde sowohl an Originalschauplätzen als auch im Studio oder studio-ähnlichen Motiven, wie zum Beispiel dem Theater, gedreht. Zum einen gibt es die Rahmenhandlung, die Gespräche zwischen dem MANN und GODOT in der Nacht, die an Originalschauplätzen wie Kanalisation, Mülldeponie, stillgelegter Kaserne oder Fabrikgelände realisiert wurden, um auch den authentischen Charakter dieser Gespräche auszudrücken. An diesen Orten fernab von den täglichen Ablenkungen, denen man sonst unterworfen ist, hat der MANN die Chance, die Aufmerksamkeit auf sich zu richten und die internen Strukturen des eigenen Geistes und des eigenen Verhältnisses zu den unterschiedlichsten Figuren seines Lebens zu betrachten. Der MANN macht eine Tour durch den Gedanken-Müll seines Lebens, symbolisiert durch die Orte der weggeworfenen Dinge der Stadt. Zum anderen gibt es die Gedanken des MANNes, wie die Talkshow oder die surrealen Gedanken-Welten, die im Studio gedreht wurden, ein Ort, der künstlich ist – fast theatralisch wirkt, so wie das Leben eine Bühne oder eine Show ist, in der jeder seine Rollen spielt. Ein Filmstudio ist immer Kulisse, wie das Theater auch. Es ist und bleibt ein künstlicher Ort. Das war sehr passend für die Gestaltung der Gedanken-Räume des MANNes, der sein Leben nicht lebt, sondern in Fremd- und Selbstinszenierungen gefangen ist. Durch seine Abstraktion lässt das Studio dem MANN – und auch dem Zuschauer – die Möglichkeit, sich eigenen Gedanken zu machen.

Die Original-Schauplätze wurden hauptsächlich in der Umgebung Landsberg am Lech gedreht, die surrealen Gedanken-Welten im Panther-Studio in Oberhaching und die Theatersequenz im Stadttheater Kaufbeuren.

Die wtp international Filmproduktion hat die Umgebung von Landsberg schon häufig für ihre Filme benutzt. Vielleicht ist es inzwischen die Macht der Gewohnheit, aber vor allem liegt es daran, dass die Behörden der Stadt und des Landkreises sehr kooperativ sind. In München wurde die Stadt angerufen, weil es die Idee gab, in der Kanalisation zu drehen. Allein das umständliche Gespräch mit den Münchner Behörden, nur um die Kanalisation mal zu sichten, wäre eigentlich einen eigenen Kurzfilm wert. In Landsberg dagegen konnte ganz unproblematisch gesichtet und gefilmt werden, sei es in der Lechrain-Kaserne, in der Kanalisation der Stadt oder auf der Mülldeponie Hofstetten. Und die beiden Kanalarbeiter, die beim Dreh in der Kanalisation dabei waren, haben dann auch gleich mitgespielt.

ÜBER DIE MUSIK

Die Musik zu MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN entstand spontan. Wolfram Kunkel ist nicht nur Schauspieler (GROSSVATER), sondern auch Musiker, einer der Musikanten, die 1962 mit ein Auslöser für die „Schwabinger Krawalle“ in München waren, als ein Polizeieinsatz gegen die Straßenmusikanten vorging, die friedlich auf der Leopoldstrasse musizierten.

Musik spielt bei allen Filmen der wtp international Filmproduktion eine entscheidende Rolle. Musik berührt die Menschen dort, wo kein Bild oder Wort hinkommt. Deshalb setzt Regisseur Roland Reber die Musik in seinen Filmen auch nicht als reine Hintergrundmalerei ein, sondern als eigenständigen Bestandteil wie den Dialog und das Bild.

Noch in der Vorbereitungszeit hatte Roland Reber ein bestimmtes Bild im Kopf: bei der Beerdigung sollte ein einsamer Musikant die Prozession im Kieswerk mit „Amazing Grace“ begleiten. Als er dann den Schauspieler und Musiker Wolfram Kunkel kennenlernte und in seinem Haus die vielen Instrumente, die Wolfram Kunkel selbst baut, sah, war er fündig geworden. Mira Gittner hatte zur Abschlussfeier der Dreharbeiten eine kurze Bildersequenz geschnitten und mit dieser Musik untermalt. Wolfram Kunkel meinte daraufhin, man könne den ganzen Film doch nicht nur mit „Amazing Grace“ unterlegen, er könne gerne noch weitere Titel einspielen. Und das tat er.

Das Stilmittel der bordunen Töne, also ein während der gesamten Melodie oder signifikanter Teile eines Musikstückes ausgehaltener Begleitklang gleicher Tonhöhe, eignete sich besonders gut für die Gedanken und Erinnerungen des MANNes. Wie das Unbewusste uns ständig begleitet, so begleitet der bordune Ton die Hauptmelodie und schafft so einen Klangraum, der dem des Gedanken-Raumes entspricht.

BESONDERE BILDGESTALTUNG

MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN spielt im Grenzbereich zwischen Traum und Wachen – wie auch im ersten Teil des Titels ausgedrückt. Auf der persönlichen Ebene ist Erwachen etwas, das wir jeden Morgen automatisch tun. Wir tauchen während des Schlafens in uns hinein und kommen beim Aufwachen aus den sich verflüchtigenden Traumdimensionen in unserem Bett an. Gelegentlich erinnern wir uns an lebhafte Geschehensabläufe und Szenen aus unseren nächtlichen Streifzügen. MEIN TRAUM oder die EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN spielt mit diesen verschiedenen Ebenen des Bewusstseins. Zum einen gibt es die Ebene der Dialoge zwischen MANN und GODOT, die realistisch in Szene gesetzt ist und im Gegenzug gibt es die Ebene der Gedanken des MANNes über sein Leben, dargestellt in verzerrten Bildern und Showeinlagen: das Leben als Showbühne, als subjektive und somit verzerrte Projektion unserer Umwelt – das eigene innere Theater.

So enthält zum Beispiel die Talkshow im Film Simultan-Bildschirme. Der Zuschauer kann sich somit seinen Fokus selbst aussuchen, was unserer tatsächlichen Wahrnehmung mehr entspricht als der starre Blick auf eine Bildfläche mit vor-ausgewählten Einstellungen. Hier kann der Zuschauer selbst wählen, in welcher Reihenfolge und mit welchem Fokus er die Situation erfassen möchte, ein interaktiver Prozess.

BESETZUNG

MANN                                                                      Wolfgang Seidenberg
GODOT                                                                     Mira Gittner
FRAU                                                                         Marina Anna Eich
TALKMASTER                                                          Antonio Exacoustos
GROSSVATER                                                          Wolfram Kunkel
MUTTER                                                                   Barbara Schmidt
FREUND                                                                   Andreas Heinzel
GELIEBTE                                                                 Sabrina Brencher
HITLER                                                                      Sven Thiemann
VATER                                                                       Torsten Münchow
DEMONSTRANT                                                     Charis Berger
BUNNIES                                                                  Patricia Koch, Martina Schölzhorn
GESTALTEN                                                             Klaus Melzer, Josef Sieber
JUNGE                                                                      Valentin Seidenberg
REGISSEUR                                                              Roland Reber
KAMERAMANN                                                       Jürgen Kendzior
MASKENBILDNERIN                                              Cäcilia Müther
ASSISTENTINNEN                                                   Claire Plaut, Ute Meisenheimer
PROSTITUIERTE                                                      Anja Schönleben
GEWINNER                                                              Rudolf Queisser

STAB

Buch und Regie                                                       Roland Reber
Produzenten                                                            Patricia Koch, Marina Anna Eich, Roland Reber
Herstellungsleitung                                                Marina Anna Eich
Kamera                                                                     Jürgen Kendzior, Bene Zirnbauer, Mira Gittner
Licht                                                                          Martin Lippert, Christoph Baumann
Schnitt                                                                      Mira Gittner
Musik                                                                        Wolfram Kunkel
Ton                                                                            Simon Maischberger
Maske                                                                       Cäcilia Müther, Anja Neukert, Simone Neufischer
Produktionsleitung                                                  Ute Meisenheimer
Produktionsassistenz                                             Claire Plaut
Produktion│Verleih│Vertrieb                               wtp international GmbH

Produktionsjahr                                                      2007
Drehzeit                                                                   April – Mai 2007
Postproduktion                                                       Mai – September 2007
Drehorte                                                                  München, Kreis Landsberg/Lech
Studio                                                                       Panther-Studio, Oberhaching

Fantasporto International Film Festival, Porto/Portugal, 2008
SITGES Festival Internacional de Cine, Spanien, 2008
Ourense International Film Festival, Spanien, 2008
Festival Nouveau Cinema Montreal, Kanada, 2008
International Film Festival of India, Goa, 2008
Chennai International Film Festival, Indien, 2009
Pune International Film Festival, Indien 2009

„Was abseits der staatlich kontrollierten Filmförderung sprießt, muss nicht immer nur rabiater Amateur-Splatter, sondern kann auch eine bizarre Wundertüte sein, die sich mit Verve und Einfallsreichtum auf die Suche nach der verlorenen männlichen Mittelschicht-Identität begibt und dabei die Kopfkapazität des mitdenkenden Zuschauers testet. …Ein brillantes, lohnenswertes Experiment.“ (Blickpunkt-Film-Kritik; pdf)

„Independent-Kino ist auch nicht mehr das, was es mal war. .. In Deutschland haben wie gesagt die zuständigen Förderanstalten überall ihre Finger mit drin. Aus diesem Blickwinkel möchte man „wtp“ beinahe mit jenem gallischen Dorf vergleichen, in dem der kleine Schlaue und der große Dicke regelmäßig die römischen Invasoren vermöbeln.“ (Wertung: 7 von 10 Punkten, Filmstarts.de, Christoph Petersen; kompletter Artikel)

„MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN ist ein tiefgründiges Meisterwerk für ein Publikum, das auch beim passiven Medium Film seinen Kopf benutzen möchte.“ (Sneakfilm.de, Michael Welsing; kompletter Artikel)

„Das ungewöhnliche Werk überzeugt als intelligenter, mit beißender Ironie inszenierter Rundumschlag gegen ein durch Medien, Traditionen, Erziehung und festgefahrene Geschlechterrollen fremdbestimmtes Leben.“ (filmstart.biz, Carlos Corbell)

„Die Bilder, mit denen Roland Reber den existenziellen Fragen nachgeht, sind kraftvoll und außergewöhnlich. Der Film ist ein Abenteuer, auf das sich der Zuschauer bedingungslos einlassen muss. Doch Mut wird belohnt – in jeder Hinsicht.“ (teleschau – der mediendienst, Julia Köhler)

„Unikum in der deutschen Kinolandschaft!….. Reber-Filme sind psychoanalytische und gesellschaftskritische Kunstreißer, poetisch und prätentiös, verspielt und ironisch.“ (Süddeutsche Zeitung, kompletter Artikel Hans Schifferle)

„Ohne Filmemacher wie Reber und Konsorten gäbe es nur noch Kantinenmampf fürs Hirn, seine Prise Chili wird meinen Erfahrungsschatz Kino bald erweitern.“ (filmjournalisten.de, Julian Reischl)

„Man kann den Film nur hassen oder lieben. .. Der Film ist zugleich eine schrille Nummernrevue, eine beißende Medienschelte, eine philosophische Sinnsuche und ein extrem verfremdetes KUNSTwerk, das nur eines im Sinn hat – das Leben in aller seiner Fremdartigkeit, Absurdität und Vielfalt einzufangen und auf die Leinwand zu bannen.“ (Kino-zeit.de, kompletter Artikel, Joachim Kurz)

„Als unbequemer, innovativer Konzeptfilm ragt MEIN TRAUM aus dem wohlfeilen Unterhaltungsbrei des konfektionierten Kinos erfreulich heraus.“ (Filmdienst, kompletter Artikel, Stefan Volk)

„Das Warten hat ein Ende…“ (Connection-Kritik, kompletter Artikel)

„Dressierte Affen unerwünscht.“ (CAST das Magazin, kompletter Artikel)

„Gegen den Strom filmen.“ (Chilli Magazin, kompletter Artikel)

SZENENFOTOS

MAKING OF FOTOS / VIDEO

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INTERVIEW MIT ROLAND REBER (Buch und Regie)

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Wie entstand die Idee zum Film?

Bei einer Autofahrt durchs Allgäu. Ich fahre gerne herum, um Ideen zu bekommen, dazu muss ich in Bewegung sein, im Stillstand funktioniert das nicht, es ist, als würde ich die Ideen beim Fahren einfangen können. Das Drehbuch beruht auf einem Theaterstück von mir, das ich 1985 im Ruhrgebiet inszeniert habe, damals mit Jochen Nickel in der Rolle des FREUNDes. Allerdings hat der Film nur noch mit der Grundstruktur des Theaterstücks zu tun, viele Szenen sind neu dazugekommen, die Figur des TALKMASTERs zum Beispiel gab es im Theaterstück gar nicht.  Also bei einer Fahrt durchs Allgäu kam Mira Gittner und mir die Idee, diesen Stoff zu verfilmen und die Umsetzung im Spiel mit den verschiedenen Medienelementen unserer Unterhaltungskultur zu gestalten. Kurz danach gaben wir Wolfgang Seidenberg den Stoff zum Lesen und er war begeistert. Das war dann der zündende Faktor. Das war im März. Da Wolfgang nur bis Mitte Mai Zeit hatte, haben wir im Schnelldurchgang die Vorbereitungen begonnen und konnten Mitte April zu drehen anfangen.
Aber letztendlich frage ich mich nie, woher ich meine Ideen bekomme, sie sind plötzlich da.

Was bedeutet der Titel?

Der Film spielt in einer Nacht, in der der MANN sein Leben reflektiert. Es bleibt aber offen, ob auch diese Nacht nur ein Traum ist. Die Traumbeschreibung ist eine Metapher für das Leben und dessen Gestaltung. Ich sehe keinen Unterschied zwischen Wachzustand und Traum, denn in jedem der Zustände denke ich, es sei real. GODOT sagt im Film: „Woher weißt du, dass du wach bist?“  Vielleicht sind wir alle Träumer, die darauf warten, aufzuwachen. Und der weiterführende Titel „Die Einsamkeit ist nie allein“ stammt von Antonio Exacoustos, der den TALKMASTER spielt. Er rief mich an und sagte, er hätte einen Titel für den Film. Mir gefiel dieser Satz und so entstand der Doppeltitel.

Sie bezeichnen den Film als Dramödie, was bedeutet dieser Ausdruck?  

Dieser Film spielt in seiner Umsetzung mit verschiedenen Elementen der Medien- und Kulturlandschaft, also auch mit verschiedenen Genres. Da gibt es Elemente des Dramas, der Komödie, tragische Elemente und surreale Bildkompositionen, daher ist MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN nicht in ein Genre einzuordnen, so wie das Leben selbst ein Mischmasch ist. Ich sehe das Leben als eine Dramödie.

Sie haben einen eigenen Weg des Filmemachens und –produzierens. So sind die Schauspieler häufig auch in anderen Bereichen des Filmemachens involviert – wie z.B. bei Schnitt, Kamera, Drehbuch, Produktion etc. Wie sieht diese Arbeitsweise aus?

Für mich beginnt Schauspiel berührend zu werden, wenn es persönlich und authentisch ist und das erreicht der Schauspieler eher, wenn er sich mit der Rolle selbst auseinandersetzt und nicht irgendein Erfüllungsgehilfe eines göttergleichen Befehlsgebers ist. Das ist Militär, ich mache Filme. Ich sehe mich nicht als Dompteur, der dem Schauspieler vorschreibt, welche Grimassen er zu schneiden hat, ich erwarte von einem kreativen Künstler seine eigene Interpretation, sonst könnte ich die Rolle ja selber spielen oder auch die Kamera selber machen. Ich sehe mich eher als Dirigent, der die Solisten lediglich koordiniert und zu einem harmonischen Orchester zusammenführt. Alle nehmen am kreativen Prozess teil, der Produktionshelfer genauso wie der Hauptdarsteller. Das ist meine Definition von Team-Work, also ist es auch nicht „mein“ Film, sondern „unser“ Film.

Wie sehen Sie das Thema Mediengestaltung in Bezug zur heutigen Gesellschaft?
Was war Ihre Motivation, das Thema Unterhaltungsindustrie in den Film zu integrieren?

Ich komme noch aus einer Generation, die erst Lesen und Schreiben gelernt hat bevor sie sich täglicheine Runde Schwachsinn auf der Flimmerkiste ansieht. Wobei ich betonen möchte, dass ich selber Konsument dieser Medien bin. Ich sehe sehr gerne James Bond. Aber ich lese auch Bücher.
Im Allgemeinen ist unsere Gesellschaft dekadent geworden. Die meisten sind weitaus mehr an Karriere, Geld und Party interessiert, als das Leben oder irgendetwas zu hinterfragen oder sich mal eigene Gedanken über irgendein Thema zu machen. Und die massenmediale Unterhaltungskultur hat viel dazu beigetragen. Die meisten sind auch gar nicht mehr wirklich fähig, sich eigene Gedanken zu machen, es wird einem ja nicht mehr beigebracht wie man denken soll, sondern nur, was man denken soll. Es kommt einer Massenhypnose gleich, die meiner Meinung nach gesteuert ist, und davon ablenkt, die Gesellschaft oder auch sich selbst zu hinterfragen. Es ist nun mal bequemer, den neuen FilmFilm zu sehen, als sich selbst gegenüberzutreten.
Zum anderen geht es in dem Film über die Selbst- bzw. Fremd-Inszenierung des Lebens. Jeder spielt seine Rollen, seine Spiele, seine Show, die wir dann für die Realität halten. Die aktuelle Mediensituation ist nur ein Spiegel unseres eigenen Lebens, das jeder für sich selbst inszeniert aber nicht nach seinen Bedürfnissen, sondern nach dem, was für den Zuschauer bzw. die „Einschaltquote“ am wirksamsten ist.

Was wollen Sie dem Zuschauer vermitteln?

Ich mache mir erst Gedanken über eine Bedeutung, wenn der Film im Kino läuft und ich mit dem Publikum diskutiere. Wenn ich von vornherein eine vorgefertigte Interpretation hätte, hieße das, dem Film und letztendlich dem Zuschauer die Vision der eigenen Gedanken zu nehmen. Ich habe eine Idee und lasse mich von der Idee tragen. Was ich mir vom Zuschauer wünsche, ist Resonanz. Der Film soll in den Gedanken und Herzen des Zuschauers nachklingen, wenn er den Kinosaal verlässt. Das will ich erreichen, ohne dem Zuschauer eine geheuchelte Botschaft aufzudrängen. Für mich ist Filmemachen ein Dialog zwischen mir und dem Zuschauer. Jedoch, wie ich mich selbst nicht völlig verstehe, verstehe ich auch meine Filme nicht völlig. Ich sehe meine Art des Kinos als Abenteuer des eigenen Geistes, das zum Denken provoziert.

Sie machen Ihre Filme ohne öffentliche Fördermittel. Was ist Ihrer Meinung nach der beste Weg, ohne den gewohnten Druck des Marktes ein unabhängiger Filmemacher zu werden?

Die Art und Weise, wie wir die Filme produzieren ist unabhängig. Und dafür ist meiner Meinung nach der beste Weg der individuelle. Jeder Filmemacher sollte seinen eigenen Weg gehen.  Wir machen Filme mit geringem Budget, so dass wir selber produzieren können und somit haben wir immer die volle Autorität über das, was wir machen. Wir nutzen unser eigenes Equipment, von der Produktion über Postproduktion bis zur Vermarktung machen wir alles selber. So kann uns niemand reinreden und das gibt uns die Freiheit, kreativ zu sein. Außerdem finde ich, dass nicht der Steuerzahler für meine verrückten Ideen aufkommen sollte.
Inzwischen sind die meisten Filme zu reinen Produkten geworden, zu Anlageobjekten. Sie werden zurechtgeschnitten und überwiegend von Finanziers entschieden, die von der Nachfrage des Marktzwanges abhängig sind. Wenn wir uns weiterhin von diesen Sachverwaltern der Geldgeber dominieren lassen, wird es nur noch Filme von der Stange geben. Die Filmemacher sollten wieder die Verantwortung für ihre Filme übernehmen, den Mut zu kreativen Abenteuern haben und Filme entwickeln, die nicht nur im Büro nach Marktwert designed werden.

Wie auch schon bei den vorherigen Filmen hat der Film ein offenes Ende. Was bewegt Sie dazu, Ihre Filme immer offen zu lassen?

Die Geschichte von MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN hat keine stringente Handlung, wozu brauche ich also ein stringentes Ende? Wissen Sie heute schon, wohin Sie das Leben morgen führt? Wissen Sie, was am Ende des eigenen Filmes passiert? Sie wissen, dass es endet, aber nicht wie.
Am letzten Drehtag, als wir gerade eine ganz andere Szene ausgeleuchtet haben, stand Wolfgang Seidenberg vor dem Scheinwerfer und die Kamera warf dieses Bild auf den Monitor. Wir fanden die Einstellung toll und haben sie gefilmt. So ist das Ende des Filmes entstanden, das auch die letzte Einstellung der Dreharbeiten war.
Ich will am Ende den Zuschauer, der mir 100 min lang gefolgt ist, nicht mit leeren Worthülsen abspeisen, die ich selbst nicht glaube. „Keine Floskeln“. MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN hat keinen Leitspruch wie „wenn, dann“. Ich habe selbst auf so viele Dinge in meinem Leben keine Antworten, dass es unfair wäre, so zu tun, als hätte ich welche. Ich habe sie nicht im eigenen Leben, also auch nicht im Film. Aber wenn es mir gelungen ist, etwas zu vermitteln, kann der Zuschauer seine eigenen Schlüsse daraus ziehen und diskutieren. Derartige Diskussionen gehören für mich zu den schönsten Auswirkungen des Filmemachens. Bei dem Film 24/7 THE PASSION OF LIFE sind wir monatelang durch Deutschland und Österreich getourt, um in über 60 Kinos den Dialog mit dem Publikum zu führen.

Was ist Ihr nächstes Projekt?

DAS SCHMUTZIGE BISSCHEN LEBEN. Den Titel habe ich also schon, ebenso die Drehzeit, die wird im Juni 2008 sein. Und der Rest wird mir auch noch einfallen.

 

INTERVIEW MIT WOLFGANG SEIDENBERG (Rolle: MANN)

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Was hat Sie an dem Drehbuch gereizt?

Schon beim ersten Lesen hatte ich das Gefühl: Das kenne ich, das hat etwas mit mir zu tun. Und die Art, wie das erzählt wird, ist außergewöhnlich, weil es nicht in die bekannten Erzählmuster verpackt ist, sondern in einem quasi assoziativen Stil alles zulässt. Und wie, zum Teufel, spielt man das? Wie träume ich mich selbst?

Wie war die Zusammenarbeit mit Roland Reber und dem Team von wtp mit ihrer speziellen Arbeitsweise?

Das wtp-Team versicherte mir ja immer wieder, dass es ein Drehbuch bei diesem Projekt nur gäbe, weil ich mitspiele und das doch so gewohnt sei. Nach zwölf Jahren Fernseharbeit ist das sicher richtig. Die völlige kreative Freiheit, die hier wunderbarerweise herrscht, muss man erst mal verkraften. Und Roland Reber setzt sein Regie – Credo konsequent um: nichts vorzuschreiben, sondern durch Gespräche und durch Schaffung der „richtigen“ Atmosphäre die Arbeit zu führen. Im Endprodukt findet sich wirklich jeder Beteiligte wieder, und ich habe selten eine so harmonische Produktion erlebt.

Was ist das Besondere an der Rolle des MANNes? Gibt es Parallelen zum eigenen Leben?

Wie gesagt: Vieles kam mir bekannt vor (jedenfalls hab ich es so gelesen): Die Dauerkrise des Mitt – Vierzigers zwischen allen Anforderungen des Lebens, den eigenen Ansprüchen und der Identitätsfindung. Die Fluchtgedanken, die Sehsucht nach Neubeginn. Die Erkenntnis, dass man sich doch überall hin mitnimmt und Neubeginn mit Flucht verwechselt. Und die Figur nervt, wie ich mich selbst oft nerve. Zunächst denkt man: der Arme, wie ihn alle drangsalieren.
Wenig später möchte man brüllen: Wenn Dir was nicht passt, mach’s Maul auf!Ändere was und hör auf, das Opfer zu spielen und Dich in Selbstmitleid zu baden! Das würde ich mir auch als Zuschauerreaktion wünschen. Man sieht schon, dass der MANN versucht hat, sich zu therapieren: man erkennt Logotherapie, Psychoanalyse oder Familienaufstellung, wobei die Erfahrungen aus diesen Therapien das innere Chaos eher vergrößern, den Erinnerungs-Müll nicht sortiert, sondern nur umgeschichtet haben. Unter der Masse dieser Eindrücke erstickt die Identität.

Was ist für Sie das zentrale Thema des Filmes?

Die Einsamkeit. Vielleicht genauer: die (Selbst-)Vereinsamung des Menschen im Medienzeitalter. Denn die Krise des Mannes ist nicht nur eine Charakterschwäche, er hat in der Bilderflut seines Lebens das Bild von sich verloren.

Gibt es eine Anekdote vom Dreh?

Beim nächtlichen Dreh an den Teichen für die Sequenz gegen Ende des Films die leidvolle Erfahrung, wie laut Frösche in der Paarungszeit sein können.

Gab es für Sie schwierige Szenen?

Seit zwei Jahren rauche ich nicht mehr, und dann das! Also kommt der MANN nicht oft zum Rauchen, da er sich selbst vorm Anzünden unterbricht. Dann die ständige Frage: Wo hatte ich wann im letzten Take die Zigarette und das Feuerzeug?

Gibt es eine Lieblingsszene?

Die traute Zweisamkeit mit GODOT auf einer aufblasbaren Insel im Meer von Scheiße in der Kanalisation.

Wie interpretieren Sie das Ende des Filmes?

Wie für mich der Film endet, sollte zunächst mein Geheimnis bleiben. Ich erzähl’s aber jedem Zuschauer, der mir seine Version verrät.

Ihr Gegenpart GODOT wird im Film nicht erklärt. Was ist GODOT für Sie?

Zunächst der Gesprächspartner, der den MANN durch seine beharrlichen Narreteien durch die Nacht und näher zu sich selbst führt. In der Arbeit habe ich sie als eine Art Fee gesehen, eine Frau, die etwas Unwirkliches hat, deshalb kann er sich ihr öffnen. Mit Frauen kann er ja sonst nicht reden. – Mit Männern auch nicht wirklich. Aber na ja. Die Interpretation dieser Figur ist wieder ein Thema, auf das ich mich in der Publikumsdiskussion freue.

Hat Ihnen die Rolle eine persönliche Bereicherung gegeben?

Da ich schon zugegeben habe, dass ich viele Verhaltensweisen dieses MANNes kenne, war die Arbeit an der Rolle auch eine Arbeit an dem, was mich an mir oft verzweifeln lässt. Trotzdem will ich meinen Beruf nicht als Therapie missverstehen, daher braucht es Distanz. Ich kann über ihn lachen, den Kopf schütteln über den tapsigen Mann im Rolli. Zitate werden bleiben. Nicht nur, wenn ich Mira Gittner treffe, denke ich oft: KEINE FLOSKELN !
Und natürlich eine Arbeit abseits der heute üblichen Produktionszwänge. Die Begeisterung, die in diesem Team herrschte, trägt mich schon ein Stück weit.

INTERVIEW MIT MIRA GITTNER (Rolle: GODOT│Schnitt)

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Was ist für Sie das zentrale Thema des Filmes?

Es lässt sich doch alles auf eine einzige Frage reduzieren, deshalb fällt sie im Film auch immer wieder: Warum? Ich frage mich so oft, warum tun Menschen dies oder das, warum tue ich dies oder das oder auch das große Warum in Bezug auf das Leben. In der Reflektion findet man vielleicht  manchmal eine Antwort – oder auch nicht, wobei jede Antwort wieder ein neues Warum aufwirft, ein ewiger Kreislauf um ein klitzekleines Wort, dem man nicht entfliehen kann. Und in dieser Situation befindet sich der MANN in dieser Nacht.

Was ist für Sie das Besondere an der Figur GODOT? 

GODOT hat als einzige Figur in dem Film einen Namen. Alle anderen haben bzw. sind reine Bezeichnungen: der MANN, die FRAU, der FREUND, die MUTTER, der TALKMASTER usw. Nur im Märchen bekommen sie einen Namen. Namen, die das Kind ihnen gibt, unter anderem den Phantasienamen „Rumpelstilchen“, um dann von seinem erwachsenen Umfeld belehrt / programmiert zu werden (wie ich gerade von meinem Word-Programm), wie es zu heißen hat: nämlich Rumpelstilzchen – mit z. Hinfort ist die Phantasie und der JUNGE wird zum MANN.
GODOT hat sich aus den menschlichen Rollenspielen („Keine Floskeln“) gelöst, ist authentisch geworden und übt sich in der Freiheit von jemandem, der bedeutungslos geworden ist. Von allen Moden und Trends übersehen oder nicht verstanden, hat GODOT es aufgegeben, noch irgendetwas anderes zu verfolgen als den eigenen einsamen Weg.

Wie verlief die Vorbereitung auf die Rolle? Gibt es Parallelen zum eigenen Leben?

Wenn ich eine Rolle wie GODOT spielen soll, muss ich für mich erstmal einen Zugang dazu finden. Bei GODOT war der Zugang von Anfang an da. Die Texte, die GODOT von sich gibt, kann ich voll unterschreiben, in Müllkippen habe ich als Kind sehr gerne herumgewühlt und auch ich finde das, was beim Menschen hinten rauskommt ehrlicher, als das, was vorne rauskommt. Also reduzierte sich im Gegensatz zur Vorbereitung auf meine Rolle der Domina bei 24/7 THE PASSION OF LIFE, wo ich 3 Nächte lang in einem SM-Studio assistiert hatte, um einen Bezug zu der mir bis dahin unbekannten Szene zu bekommen, sich die Vorbereitung bei MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN auf das Lernen des kompletten Textes, die Auswahl der richtigen Kurzhaarperücke und eines Blaumanns, unter den ich noch viele Pullis anziehen konnte, wegen der Kälte der Nachtdrehs.

Welche Bedeutung hat Ihrer Meinung nach die Figur GODOT im Film? Der MANN fragt ja am Ende des Filmes: „GODOT, wer bist du eigentlich wirklich?“

„Tja, darüber denk mal nach.“ – würde GODOT jetzt sagen.
Ich mache mir im Vorfeld keine Gedanken über die Bedeutung einer Rolle, das hieße, die Rolle in ein vorgefertigtes Korsett zu zwingen und wird technisch bleiben. Ich hoffe, ich habe GODOT so viel Raum gelassen, dass jeder Zuschauer sich seine eigenen Gedanken machen kann. Für die einen mag das unvollständig wirken, aber wenn der Zuschauer eine vollständige Figur mit allen Details beschrieben haben möchte, dann soll er sich den Otto-Katalog anschauen. Vielleicht gibt es auch gar keine Bedeutung der Rolle, keine Bedeutung überhaupt. Vielleicht ist die Suche nach einer Bedeutung oder einem Sinn ein Überlebensmechanismus, um unserem Leben eine Wichtigkeit zu geben, weil wir Angst vor unserer Bedeutungslosigkeit haben. Vielleicht haben wir den Sinn in dem Moment gefunden, wo wir aufhören, danach zu suchen.

Sie spielen nicht nur eine der Hauptrollen, sondern waren für die Bildgestaltung mitverantwortlich und haben den Schnitt gemacht. Wie ist Ihre Vorgehensweise beim Schnitt? Wie entstand die teilweise ungewöhnliche Bildgestaltung?

Die schönste Zeit beginnt für mich mit dem Schnitt. Ich kann mich sozusagen ca. drei Monate lang kreativ austoben. Roland übergibt mir am letzten Drehtag das ganze Rohmaterial und ich versuche es durch den Schnitt zu einem Ganzen zu fügen, zu einer Choreographie aus Bild, Wort und Musik. Und dann fange ich einfach an. Die Ideen kommen und gehen und ich bin jedes Mal wieder überrascht, was am Ende als fertiger Film rauskommt.
Bei MEIN TRAUM oder  DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN gibt es zum einen die Szenen der Nacht zwischen GODOT und dem MANN, die mussten eigentlich nur zusammen-gesetzt werden. Zum anderen gibt es die Gedanken des MANNes und ich fand die Zerrbilder mit der Bühne oder Leinwand im leeren Raum ein treffendes Bild für die Projektionen, die wir in unserem Leben vornehmen.
Es wird sicherlich einige geben, die Probleme mit der Bildfragmentierung haben, gerade auch mit den Mehrfachbildschirmen oder den virtuellen Räumen, die manchmal an Expressionismus oder ein Gemälde erinnern. Aber ich finde, man sollte immer wieder neue Ausdrucksmöglichkeiten, wenn sie zur Geschichte passen, ausprobieren und die Wahrnehmung im Leben ist ja auch nicht nur auf ein Rechteck reduziert, das in einem dunklen Raum von einem passiven Publikum angestarrt wird. Bei MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN muss der Zuschauer seine Sehgewohnheiten etwas erweitern, sich auf etwas Ungewohntes einlassen, vom passiven zum aktiven Zuschauer werden. Ich denke, passives Entertainment gibt es genug und wer neugierig auf etwas Anderes ist, wird viel Spaß mit diesem Film haben.

Was war für Sie die besondere Herausforderung an dem Film?

Dass es diesmal schon vorher ein Drehbuch gab – für uns eine ganz neue Erfahrung – und dass ich als Vielschläfer die ganze Nacht wach sein und als Schnellfrierer bei 5 Grad stundenlang ruhig auf einem Sofa sitzen musste.

INTERVIEW MIT MARINA ANNA EICH (Rolle: FRAU│Produktion und Verleih)

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Was hat sie an der Rolle der FRAU gereizt? Gibt es Parallelen zum eigenen Leben?

Im letzten Film 24 / 7 THE PASSION OF LIFE habe ich die Rolle der naiven Hotelierstochter EVA gespielt, die anfängt ihre Sexualität zu entdecken und damit versucht sich selbst näher zu kommen. Eine Rolle, die auch oft sehr freizügig war. Es war mir sehr wichtig im nächsten Film einen komplett anderen Charakter darzustellen, um so zu zeigen, dass ich nicht nur eine Richtung der Schauspielerei beherrsche. Zur Auswahl standen nun EHEFRAU oder GELIEBTE. Da musste ich natürlich nicht lange überlegen. Die EHEFRAU stellt eine klischeehafte verlassene Ehefrau dar: Enttäuscht, einsam, frustriert, verschlossen, traurig. Ihr fehlt die tiefere Kommunikation und sexuelle Aufmerksamkeit ihres Mannes.
Die Rolle ließ mich in einen mir fremden Charakter schlüpfen. Das Schöne an unserer Arbeitsweise ist auch das mitkreieren der Rolle. Egal ob beim Kostüm oder der Maske, jeder Schauspieler schlägt vor wie er seine Rolle sieht und spielen möchte. Da der Kleidungsstil der  EHEFRAU eher in die konservative, hochgeschlossene Richtung geht, kamen auf diese Weise einige meiner Kleidungsstücke zum Einsatz die sonst wahrscheinlich nicht mehr aus dem Keller heraus gekommen wären.

Wie unterschied sich die Produktion von MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN von den anderen wtp Produktionen?

Von der Vorgehensweise bis zur Fertigstellung des Filmes war diesmal alles anders. Unsere letzten Produktionen zeichneten sich dadurch aus, dass  zu Anfang kein fertiges Drehbuch, sondern nur die Grundgeschichte vorlag. Von Tag zu Tag wurde die Geschichte nun ausgearbeitet, Szenen geschrieben, geändert, ergänzt, die Linie des Filmes wurde kurzfristig festgelegt. Das ist ein längerer kreativer Prozess.
Von MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN gab es ein fertiges Drehbuch. Ein weiterer Unterschied bestand darin, dass wir dieses Mal zum großen Teil eine Studioproduktion hatten.
Da wir uns selbst ein Zeitlimit setzten, kamen wir diesmal nicht drum rum, mit einem Drehplan zu arbeiten. Die Idee aus einem ehemaligen Theaterstück einen Film zu machen entstand Ende Februar. Anfang März gab Wolfgang Seidenberg uns die Zusage die Rolle des MANNES zu spielen, Mira Gittner übernahm GODOT und ich die verlassene EHEFRAU. Den ersten Drehtag setzten wir auf den 11. April. Bis Mitte Mai mussten wir abgedreht sein, da wir zeitlich eingespannt waren. Es blieben uns gut vier Wochen Zeit die anderen Rollen zu besetzen, sowie alle weiteren Vorbereitungen zu organisieren: einen genauen Drehplan, ein Studio, verschiedene Drehorte und deren Genehmigung, Requisiten, Maskenbildner, technische Crew und Equipment, etc. Die Außendrehs erfordern natürlich einen erheblich größeren technischen Aufwand. Mit viel Engagement, täglichem Einsatz und wenig Schlaf, haben wir es geschafft, alles Erforderliche zu besorgen. Es wurden 24 Drehtage angesetzt ohne einen Tag Pause. Natürlich geht das ziemlich an die Substanz, jedoch war diese Dichte wichtig und spiegelt sich auch im Film wider. Da wir keinen Drehtag verschieben konnten bat ich die Wetter Fee bei den nächtlichen Aussendrehs um durchgehend gutes Wetter. Wie es schien, erhörte sie mich und wir hatten nicht einen Tag schlechtes Wetter. Inklusive der drei Monate Schnitt war die Produktionszeit von der Vorbereitung bis zum fertigen Film insgesamt nur fünf Monate.

Sie sind nicht nur Darstellerin, sondern auch noch Produzentin und Herstellungsleiterin, sowie für den Bereich Verleih und Pressearbeit zuständig. Wie meistern Sie diese Mehrfachfunktionen?

Verleih und Pressearbeit beginnt erst wenn der Film abgedreht ist.Sicherlich war es sehr stressig, sich innerhalb der kurzen Zeit von ca. 8 Wochen auf seine Rolle vorzubereiten, diese zu spielen und gleichzeitig für die Drehorte, die logistische Einteilung der Crew und des ganzen Drehplanes, sowie für das Wohl der anderen Schauspieler verantwortlich zu sein. Aber wie man sieht, hat es wunderbar geklappt ohne dass die Stimmung am Set oder der Dreh an sich darunter gelitten hat. Wie das funktioniert kann ich auch nicht genau sagen. Was definitiv zu kurz kam, war der Schlaf. Aber das war nicht weiter schlimm. Ich denke man muss das, was man tut mit ganzem Herzen und mit voller Hingabe und Freude tun. Dann ist mehr möglich als man sich vielleicht zutraut. Ein weiterer positiver Aspekt ist sicherlich auch das Filmteam, das nur aus wenigen, sehr kompetenten Leuten bestand und somit ein ruhiges, schnelles und effektives Drehen möglich war. Jedenfalls kann ich ehrlich behaupten, dass die Vorbereitungs- und Drehzeit von MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN sehr intensiv, schön und lustig war. Ich war regelrecht traurig als diese Zeit vorbei war.

Haben Sie eine Lieblingsszene?

Wenn sich FREUND und EHEFRAU unter dem Baum treffen, er geht und sie alleine auf dem roten Sofa zurück lässt, um vor dem Spiegel einen Witz einzustudieren, dabei jedoch in Tränen ausbricht. Hinzu kommt noch die wunderbare Untermalung mit Wolframs Musik. Das ist eine sehr berührende Szene, die die wahre Einsamkeit der Figuren widerspiegelt.

Wie sieht die Vermarktungsstrategie des Filmes aus? Gibt es wieder eine Roadshow wie bei ihrem letzten Kinofilm 24 / 7 THE PASSION OF LIFE?

Wir planen den Kinostart am 13.3.2008. Wie auch schon bei 24/7 THE PASSION OF LIFE werden wir den Film von Stadt zu Stadt, sowohl in Deutschland als auch in Österreich begleiten und dem Publikum wieder Frage und Antwort stehen.

Gab es schwierige Szenen?

Der Dreh auf der Mülldeponie stellte sich anfänglich als sehr schwierig dar:
Als wir eintrafen, um die Technik aufzubauen, war ein riesiger LKW mit Doppelanhänger genau in unserem vorgesehenen Bildausschnitt geparkt. Die Zuständigen telefonisch zu erreichen war an einem Sonntagabend gar nicht so leicht. Der LKW musste weggefahren werden, damit wir den Drehtag nicht verschieben mussten. Nach längerem hin und her, ich suchte mit Hilfe des Mülldeponie „Hausmeisters“ die Lokale im Dorf ab, wurde mir per Telefon mitgeteilt, dass er übers Wochenende mit dem Zug nach Hause (Chemnitz) gefahren sei und erst Montagmorgen zum Abholen wieder hierher käme. Ich kam eine Stunde später wieder an den Drehort. In der Zwischenzeit wurde glücklicherweise eine andere Lösung gefunden: Es wurde ein Wohnzimmer innerhalb eines anderen Bildausschnittes gebaut, mit Utensilien, die auf den Müllbergen zu finden waren. Letztendlich, wenn man mal von den Nerven, die blank lagen absieht, gab diese Variante ein viel schöneres Bild ab, und somit der Szene eine ganz besondere Note. Wie heißt es so schön: Es ist nichts so schlecht, dass es nicht wieder für irgendwas gut ist.

Was ist für Sie persönlich die Botschaft des Filmes?

Der Film ist eine Reise zu sich selbst. Für mich symbolisiert GODOT das Unterbewusste des MANNES. Der MANN durchlebt die wichtigsten Aspekte seines Lebens erneut und wird selbst Betrachter, allerdings mit einem von der Gesellschaft losgelösten und von Außen betrachteten Blick. Der Film zeigt meiner Meinung nach die letzten Minuten des MANNES vor seinem Tod. Aber letztendlich, wie bei den meisten unserer Filme, bleibt es dem Zuschauer überlassen, wie er den Film interpretiert. Es gibt mehrere Alternativen.

Hat Ihnen die Rolle eine persönliche Bereicherung gegeben?

Aus jeder Rolle zieht man das ein oder andere für sein ganz privates Leben heraus.
Bei diesem Film hat mich jedoch mehr die ganz andere Art und Weise wie dieser Film entstand, persönlich bereichert: mit wenigen Leuten und geringen Mitteln in einer sehr kurzen Zeit einen wunderbaren Film zu machen. Die multifunktionale Tätigkeit, die ich dieses Mal übernahm hat mich sowohl gefordert als auch bereichert. Es ist mehr möglich als man sich anfänglich zutraut.

Publikumsgespräche während der Kinotour 2008

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Outtakes

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Filmausschnitt: WEGGEGANGEN

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Filmausschnitt: WAHRHEIT

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