Die 7 Orte
Mystery-Thriller
Erscheinungstag In Produktion, Erscheinungstermin liegt in der Zukunft
ISBN 978-3-910480-11-7
Inhalt:
Stephen King meets Indiana Jones: In diesem Mystery-Thriller macht sich eine Gruppe von Freunden auf den Weg, um die geheimnisvollen 7 Orte zu finden. Denn sie sind der Schlüssel zur Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen Licht und Dunkel, das immer mehr aus den Fugen zu geraten droht. Ihre Reise führt sie von den alten Königsgräbern in Ägypten über die Kultstätten Mexikos und Indiens mitten ins Bürgerkriegsgebiet Haitis. Begleitet werden sie von Bu, einer Straßenhündin, die sie in einer altägyptischen Grabstätte antreffen, als ob sie auf die Suchenden gewartet hätte. Oder ist es Anubis, den sie dort gefunden haben? Doch als sie in Haiti einem magischen Voodoo-Ritual beiwohnen, öffnen sich plötzlich die Tore zu einer Welt, die sie nicht mehr kontrollieren können und die Dunkelheit legt ihre kalten Flügel über die Welt. Werden sie es rechtzeitig schaffen, alle 7 Orte zu finden, um das Gleichgewicht wieder herzustellen …?
»Was suchst du?«, fragte Schwester Zeit den Sucher.
»Einen Ort«, antwortete er.
»Wenn er nicht in dir ist, kannst du ihn niemals finden.«
»Und wie finde ich den Ort in mir?«
Und Schwester Zeit lächelte:
»Blicke in die Augen des Menschen, den du liebst, und du wirst alle Orte sehen.«
Über die Entstehung:
Die 7 Orte ist ein Roman, den Roland immer schreiben, oder einen Film daraus machen wollte. Roland hatte mir noch vor seinem Tod sein Einverständnis gegeben, all diese verrückten Geschichten frei verwenden, vermischen und neue dazu erfinden zu dürfen. Einige Texte sind »echte Reber«, also von Roland geschriebene Texte, andere entstammen dem Pool von Ideen, meiner Fantasie, Gehörtem, Gesehenem, Erinnertem, Erfundenem. Ideen sind geistige Konstrukte, manchmal so flüchtig, dass sie verschwinden, bevor ich sie mit meinen Fingern in das Buch bannen kann, und woher diese Ideen plötzlich in meinen Kopf einschießen, wer weiß das zu wissen? Vielleicht schleichen sich Rolands Worte durch meine Finger in diese Geschichte, erahnte Erinnerungen, so wie die Worte des Romans durch die Finger des Protagonisten in Die 7 Orte. Roland sah sich nur als Gefäß für Ideen, die sich gerade manifestieren wollten – er konnte sie besonders gut anlocken, sie behutsam einfangen, mal mit sanften Worten, damit sie nicht wie eine Seifenblase platzten, manchmal auch gewaltig, damit sie weltweit gehört wurden. Rolands große Fähigkeit war, sowohl in seinem künstlerischen Schaffen als auch in seinem Leben, einzelne Puzzleteile zu erschaffen, zu sammeln, die für sich genommen oft keinen Sinn ergaben, gemeinsam zusammengesetzt aber zu einem Großen Ganzen verschmolzen. Die einzelnen Teile werden gerade wieder entdeckt, gesehen und verbunden. Denn sie waren schon immer da. Wir haben sie nur nie gesucht.
Vorwort (Stand August 2026):
Eine Geschichte, die dich bewegt, fängt klein an. Als Strich auf einem leeren Bildschirm, der dich fragt: Was siehst du?
Es ist mir nicht leichtgefallen mit dem Schreiben dieses Romans zu beginnen. Wie alles, was die Wahrheit abstrakt darlegen möchte, ist auch dieser Roman Klein- und Kleinstarbeit. Alle, die sich beleidigt fühlen werden, will ich im Voraus um Entschuldigung bitten. Nicht zu verletzen, sondern zu zeigen ist meine Absicht. Möge jede das aus dem Text entnehmen, was er glaubt, bisher vermisst zu haben. Wer aber glaubt, sie stehe über den hier im Roman aufgezeigten Problemen, der möge zu mir kommen, ihn wünsche ich mir zur Meisterin.
Wir erzählen gerne Geschichten, über das, was wir getan, erlebt, gefühlt haben. Um uns für das, was wir getan haben, gut zu fühlen. Um uns zu beschwichtigen, dass wir das, was wir getan haben, aus den richtigen Gründen getan haben. Er hatte gedacht, er habe kaum eine andere Wahl. Der anderen Seite haben sie wohl das Gleiche erzählt. Letztlich bleibt uns die Hoffnung, uns für die richtige Seite entschieden zu haben. Die Seite, die es wert ist, alles für sie zu tun.
Die Welt verändert sich mit jedem Tag. Mit jeder Stunde. Mit jedem Post. Mit jedem Tweet. Das Leben ist nichts als eine träge Serie idiotischer Bilder. Menschen kommen und gehen. Geschichten bleiben. Manchmal muss etwas verloren gehen, um es zu finden. Manchmal muss ein Autor verloren gehen, damit seine Geschichte gefunden wird. Jede große Reise beginnt mit einer Entscheidung.
Ich weiß nicht, wohin wir gehen werden. Aber ich weiß, wir werden ankommen. Wir erzählen Geschichten, um Unerklärliches erklärbar zu machen. Durch Geschichten können wir über die Zeiten hinweg miteinander sprechen. Die Zeit verschlingt ihre Bilder, Geschichten bleiben. Wenn wir nicht vergessen wollen, erzählen wir Geschichten, wie diese Geschichte um sieben Orte. Wir erzählen Geschichten in Filmen, in Liedern – vielleicht heißen die Orte dann Brücken -, in Architektur, mathematischen Formeln, VR-Games über eine Zombiestadt auf Haiti, oder in einem Roman mit 777 Seiten, damit Menschen sie lebendig werden lassen. Vorsehung ist flüchtig. Das Leben müssen wir Menschen gestalten. Alles ist erfunden, gefunden, verbunden. Der Sucher ist die Hoffnung auf eine Welt im Gleichgewicht.